

Die Vereine „Gasthaus ohne Linde“ und „Gruppe beherzt – für Demokratie und Vielfalt“ laden ein zu:
LESUNG und GESPRÄCH
am Montag 20. April, um 19:30 Uhr
Für das Buch „Extremwetterlagen“ waren Autorinnen und Autoren unterwegs in Ostdeutschland – in verfallenden Dörfern und AfD-dominierten Städten. Herausgekommen sind Reportagen und Essays von Alexander Leistner, Manja Präkels, Tina Pruschmann, Barbara Thériault.

Alexander Leistner wird aus den Texten lesen und über die Hintergründe des Projektes sprechen.
„Wann haben wir gemerkt, dass wir in einem neuen Land leben? Und woran? Und wie lernen wir, gegen den Wind zu atmen, der sich unheilvoll zusammenbraut und mit scharfen Böen in die Lungen drückt?“
2024 startete ein ungewöhnliches literarisch-soziologisches Projekt. Mit Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault wurden drei namhafte Autorinnen als „Überlandschreiberinnen“ ausgeschickt, um die Stimmung in Ostdeutschland zu ergründen, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen.
Während Manja Präkels gezielt zivilgesellschaftliche Initiativen und Brennpunkte in Brandenburg besuchte, bereiste Tina Pruschmann mit dem Fahrrad entlegene Regionen im sächsischen Erzgebirge. Barbara Thériault heuerte als Lokaljournalistin bei einer thüringischen Zeitung an, und Alexander Leistner folgte mentalen Entwicklungslinien, deren Anfänge teils noch vor 1989 zu verorten sind.
So entstanden literarische Reportagen über die Normalisierung rechtsextremer Strukturen und Narrative, bedrohte Kulturvereine und Gedenkstätten, bizarre Infrastrukturprojekte in Ruinenlandschaften. Über Menschen, die wegsehen und schweigen, und solche, die tagtäglich ihr Bestes geben, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen.
Der Eintritt ist frei.
Getränke – wie immer – gegen Spende

